Turnverein STV Wettingen

Durchzogene Wettkämpfe in Sion

23. November 16 / 00:36

Wettingen – Bern – Freiburg –Villeneuve – Sion oder via Lötschbergtunnel Baden – Bern – Visp – Sion. Der weite Weg führte nicht in die Skiferien, sondern an den Final der Schweizer Meisterschaften der Turnerinnen im Einzelgeräteturnen 2016. Die 257 Kilometer, welche den Walliser Hauptort von Wettingen trennen, hielten die Vereinskolleginnen und –kollegen sowie die Familien nicht zurück: Zahlreiche Fans reisten an, um die acht Turnerinnen und Turner aus dem Turnverein Wettingen lautstark zu unterstützen und zu Höchstleistungen anzuspornen.

So auch Manuela Crameri, Vorjahressiegerin der Kategorie Damen. Seit diesem Jahr an Einzelwettkämpfen im Publikum sitzend, äusserte sie sich vor Wettkampfbeginn mit einem Lächeln über ihre baldige Nachfolgerin: „Am liebsten hätte ich es, wenn der Titel im Verein bleiben würde.“ – Marina Salvini, Anwärterin auf den diesjährigen Titel bei den Damen, hatte erst drei Woche zuvor an den Mannschaftsmeisterschaften in Kirchberg mit dem Team Aargau 1 die Goldmedaille gewonnen. Der Sieg mit dem Team gab ihr Motivation, in den verbleibenden Trainings bis zur Perfektion an den Details zu feilen.

 

Anspannung und viele Patzer

Der Start am Boden verlief für Marina Salvini nicht nach Plan. Zu kurz war die Konzentrationsphase nach dem Einturnen. Dementsprechend ihre Leistung: gut aber nicht 100%-ig Salvini. Am Reck unterlief Salvini anschliessend ein kleiner Fehler, doch der Wettkampf blieb bis zum Schluss spannend und es war noch nichts entschieden. Teamkollegin Michelle Böni zeigte im Vergleich zum Vorjahr Nervenstärke und absolvierte einen sehr soliden Wettkampf. „Alles in Sion ist ein Supplément“, dies ihre Einstellung vor dem Final. Sonja Gysel musste sich ebenfalls mit einem eher verhaltenen Start am Boden zufriedengeben und kam auch bei den anderen Geräten nicht auf hohe Noten. Zu guter Letzt musste sie einen Sturz am Reck in Kauf nehmen, was sie auf den 20. Rang zurückwarf. Salvini klassierte sich am Ende auf Rang vier: „Es ist zwar der Platz neben dem Podium, doch immer noch die viert beste Leistung.“ Böni erreichte den guten zehnten Schlussrang.

Foto: Beni Boos

Am Samstag startete Sara Baumann in der Kategorie 6. An ihrem ersten SM-Final zeigte sie zuerst sehr konstante Leistungen. Leider patzte auch sie am Reck, wodurch sie auf den 31. Schlussrang zurück fiel. Daniela Rosato turnte ihren Wettkampf in der Königsklasse mit der gewohnten Konstanz. Doch das reichte nicht, um vorne mitmischen zu können. Ihren diesjährigen SM-Final beendete sie auf Rang 23.

Am selben Wochenende wurden auch die Gerätefinals ausgetragen. Mit dabei gleich drei Turner aus dem Turnverein Wettingen: Simon Müller, Samuel Bischof und Severin Egloff. Auch ihnen spürte man die Anspannung an. Samuel Bischof kam mit den Ringen nicht optimal zurecht, punktete dafür aber an seinem Paradegerät, dem Boden, und gewann dort die Silbermedaille. Dicht hinter ihm, auf Rang drei klassierte sich Simon Müller. Seine Bodenübung gelang ihm solid, auch wenn nicht ganz wie erwartet. Sowohl am Sprung wie auch am Reck musste sich Müller mit dem undankbaren vierten Rang zufriedengeben. Severin Egloff hatte am Barren starken Konkurrenz und konnte nicht an die Glanzleistung vom Wochenende zuvor anknüpfen, was ihn auf den sechsten Schlussrang zurückwarf.

Foto: Nicole Demierre

 Es war eine lange und anstrengende Saison, die an diesem Wochenende zu Ende ging. Auch wenn das Glück im Final nicht ganz auf der Wettinger Seite war, wurden grossartige Leistungen erbracht, auf die man stolz sein kann.

 

Text: Nicole Demierre

 

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